2015

01.
Dezember
Was macht eine Bayerin mit peruanischen Wurzeln in Hutzfeld?

„Ich war noch nie nördlicher als in Berlin“, gibt die gebürtige Bayerin Pamela Preiss zu, während sie an einem lauschigen Herbstabend vor den Wein - reben der Familie Heisch im Garten sitzt. Hier, in Steinbusch, nur einen Steinwurf von Hutzfeld entfernt, lebt Pamela zur Untermiete für die Zeit, in der sie an der Sanitätsschule Nord in Hutzfeld ihre Ausbildung zur Rettungsassistentin macht.



Sie lernt Leben zu retten, in der Theorie und in der Praxis. „Das Medizinische und das Menschliche haben mich schon immer fasziniert“, sagt sie in weichem bayerischen Akzent, der den Raum mit Wärme füllt. Begabung und Berufung verbinden sich in der jungen Abiturientin aufs Beste. „Meine Kinderärztin weissagte schon, dass ich später bestimmt einmal Ärztin werde“, erinnert sich Pamela Preiss, – weil sie schon damals interessiert und ganz ohne Scheu jeden medizinischen Handgriff verfolgte. Heute, fast zwei Jahrzehnte später, hat sie ihr Abitur in Bayern mit der Bestnote 1,6 bestan-den, ein dreimonatiges Krankenpflege-Praktikum absolviert und den Weg vom südlichsten Zipfel der Republik nach Hutzfeld gefunden. Aber warum Hutzfeld? Ist etwa die hiesige Sanitätsschule ein norddeutsches Erfolgsmodell, das junge Men-schen aus der ganzen Bundesrepublik anlockt? „Nun ja“, schmunzelt Pamela, „durch die Ausbil-dung an der Sanitätsschule heben ausgewählte Universitäten, wie die Universität Lübeck, die Ab-iturnote intern um 0,1 bis 0,3 an.“ Und das kann nützlich sein, wenn man ein Medizin-Studium beginnen möchte, für das ein Notendurchschnitt von 1,0 Voraussetzung ist. Durch den „Test für medizinische Studiengänge“ („eine Art von IQ-Test, bei dem Merkfähigkeit, Textverständnis und lo-gisches Denken abgefragt werden“), bei dem sie hervorragend abgeschnitten hat, konnte sie ihre Abitur-Note um 0,4 Punkte auf 1,2 verbessern. Die zweijährige Ausbildung zur Rettungsassistentin katapultiert die angehende Ärztin nun direkt an die Universität. Doch auch ohne diesen Punkte-Bonus möchte Pamela Preiss die Erfahrung als Rettungsassis-tentin nicht missen. „Man lernt, wer man ist, wenn man mit kranken Menschen zu tun hat“, verrät sie über die Persönlichkeitsbildung in herausfordern - den Situationen. Während man im Krankenhaus im geschützten Raum mit hochtechnischen Ge-räten und versierten Fachkollegen an seiner Seite agieren darf, ist die Situation eines Sanitäters auf der Straße weniger komfortabel – und eine gute Vorbereitung zur Medizinerin. Das Schönste aber sei die Befähigung zur Möglichkeit, anderen hel-fen und ihnen sogar das Leben retten zu können. „Ach ja“, ergänzt sie, „und wenn Menschen, die man behandelt hat, sich freuen einen wiederzusehen – wenn also auch die Patienten die Helfer nicht nur als medizinisches Personal wahrnehmen, sondern als Menschen.“




Dateien: Was_macht_eine_Bayerin_in_Hutzfeld.png

AZAV-zertifizierter Bildungsträger gem. § 87 SGB III | staatlich anerkannte Lehranstalt für Rettungsassistenten und Rettungsassistentinnen | staatlich geeignete Stelle zur Durchführung von Ausbilderschulungen | staatliche Anerkennung für BAföG und Bildungsurlaub | BG-Ermächtigung als Stelle für die Aus- und Fortbildung in der Ersten-Hilfe gem. BGG 948 sowie Multiplikatorenschulungen (Erste-Hilfe-Ausbilder-Schulungen)

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Ver.: 1.2 / 28.06.2017