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2006
11. August |
Kieler Nachrichten - Helfen ist erste Bürgerpflicht
Was tun bei einem Unfall? Die Sanitätsschule Nord bereitet Teilnehmer auf (fast) jeden Notfall vor. Ein Unfall. Viele Leute stehen drum herum und gucken. Kaum einer hilft. Diese Situation kennt Eberhard Breuer. Der Rettungsassistent hat nicht nur einigen Menschen das Leben gerettet, sondern war selbst einmal Unfallopfer. "Ich hatte Glück, mir hat man sofort geholfen", sagt er. Ansonsten würde der 36-Jährige vielleicht nicht mehr leben. Dass Menschen sich nicht trauen zu helfen, irritiert ihn, denn schließlich, findet er, sind die ersten Maßnahmen bei einem Unfall recht einfach und zudem überlebenswichtig. Was man tun kann, zeigen er und sein Ausbilder-Team bei Erste-Hilfe-Kursen in der Sanitätsschule Nord. "Ich wollte meine medizinische Ausbildung als Krankenpfleger mit meiner kaufmännischen Ausbildung kombinieren und mich gleichzeitig dem Thema Erste Hilfe widmen", erzählt Eberhard Breuer. Entstanden ist aus dieser Idee im Februar 2004 die Kieler Niederlassung der Sanitätsschule Nord - einem Franchise Unternehmen - mit Sitz im Ziegelteich 23-25. Von Dienstag bis Sonntag schulen Breuer und sein Team aus sechs jungen Ausbildern - "alle aus dem aktiven Rettungsdienst" - Fahranfänger, Medizinstudenten, angehende Lehrer, Gruppenleiter und andere in Sofortmaßnahmen am Unfallort (SMU) und Erster Hilfe. Rund 180 Menschen besuchen im Monat die Sanitätsschule Nord. In dem verglasten, 70 qm großen Ausbildungsraum üben sie in Gruppen, betreut von einem bis zwei Ausbildern, Wiederbelebung, stabile Seitenlage und das Absetzen eines Notrufes über 112 - "eine wichtige Erste-Hilfe-Maßnahme", sagt Breuer. |







